Viele Wildschweine im Biosphärenreservat

Geschrieben am 17. August 2009 in Allgemein von flo || Keine Kommentare

Seit Jahren ist ein deutliches Anwachsen der Schwarzwildbestände im Biosphärenreservat Südost-Rügen zu verzeichnen. Massive Wildschäden auf landwirtschaftlichen Flächen, an Hochwasserschutzdeichen und in den Ortslagen zählen zu den negativen Begleiterscheinungen. Zudem erfordert die Vermeidung von Tierseuchen (Schweinepest) ebenfalls eine Reduzierung des Schwarzwildbestandes.

Um eine effektive Bejagung und deutliche Reduzierung des Bestandes erreichen zu können, hatte der Vorsitzende des Kreisjagdverbandes Rügen beantragt, in ausgewählten Schilfröhrichten des Schutzgebietes so genannte „Schussschneisen“ anzulegen. Zunächst wurde vereinbart, dass die Jäger ihre Vorstellungen über die Anlage von „Schussschneisen“ in ausgewählten Röhrichten bis Mitte August darstellen. Die Belange des Arten- und Biotopschutzes, der FFH- und SPA-Zielstellungen sollen durch die Biosphärenreservatsverwaltung abgeprüft werden. Bei positiver Entscheidung könnten noch im Spätsommer die ersten Schneisen angelegt werden.

Die Wirksamkeit der Schussschneisen soll durch ein Monitoring begleitet werden. Die Jäger liefern dazu Auflistungen zur Anzahl der erlegten Tiere an die Biosphärenreservatsverwaltung. Derzeit geht man davon aus, dass die Schussschneisen mindestens drei Jahre unterhalten werden müssen. Die Jagd an sich erfolgt zur Minimierung von Störungen in der Zeit von November bis März eines jeden Jahres.

Quelle: Amt des Biosphärenreservates Südost-Rügen

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