Geschrieben am 17. Juni 2008 in Allgemein von patrick || Keine Kommentare
9.00 Uhr morgens. Wir versammeln uns bei Göhrens Kurverwaltung in Erwartung einer Radtour in die alte Fürstenstadt Putbus. Das Wetter ist perfekt für eine solche Tour. Nach und nach finden sich Gäste ein und wir werden immer mehr. 12 Radler sind wir und nach einer kleinen Vorstellung der Route gehts auch schon los. Unser Weg führt durch die Baaber Heide zum Bollwerk. Dort setzen wir dann mit der kürzesten Fährverbindung Deutschlands nach Moritzdorf über. Wir haben mit einigem Gegenwind zu kämpfen aber für die Radler stellt dies kein Problem dar. Von Moritzdorf gehts weiter zum uralten Fischerort Seedorf. Hier schauen wir uns von einer Brücke aus den Hafen und die Segelboote an. Danach gehts weiter zu den Grosssteingräbern. Hier ist eine kleine Rast geplant und die Gäste erfahren wissenswerte Dinge über die Gräber und die Trichterbecherkultur der Jungsteinzeit. Die Gäste sind erstaunt wie damals die gewaltigen Granitsteine zu den imposanten Gräbern aufgetürmt wurden. Nach diesem kleinen Ausflug in die Geschichte der Insel Rügen gehts nun weiter in Richtung Putbus. Wir fahren durch einen Wald mit einem wunderschönen Radweg und am Ende des Waldes eröffnet sich uns ein Panoramablick über den Greifswalder Bodden und die Insel Vilm.
Hier halten wir noch kurz und ich erzähle etwas über die Insel Vilm und ihre Geschichte. Nun setzen wir uns wieder auf die Räder und tauchen bald ins Waldgebiet Goor ein. Nach einigen Kilometern wunderbarer Natur kommen wir an den Rand des Waldes und erblicken den imposanten Bau des Badehauses Goor, was nun wieder hergerichtet wurde. 18 Säulen zieren die Front des Gebäudes. Inspiriert von seinen Griechenlandreisen hat Fürst Malte von Putbus die Säulen an diesem Badehaus errichten lassen.
Langsam aber sicher werden wir jetzt alle hungrig und unser Weg für uns schnurstracks zum Räucherschiff Berta im idyllischen Hafen von Lauterbach. Dort schlagen wir uns den Bauch mit frischen Fischbrötchen und Getränken voll. Nach diesem Snack gehts nun endlich nach Putbus. Dort angekommen erkunden wir den Schlosspark und ich zeige den Gästen wo einst das imposante Schloss stand, welches in den Sechzigern durch die Regierung der ehemaligen DDR weggesprengt wurde. Nach der Erkundung des Parks machen wir noch eine kleine Tour durch Putbus, die am Bahnhof endet. Von hier startet der Rasende Roland, aber die Gäste fanden die Strecke so toll, dass wir beschliessen uns mit den Rädern vom Rückenwind nach Göhren zurücktragen zu lassen. Wir starten zeitgleich mit dem Rasenden Roland und kommen auch zeitgleich mit ihm in Göhren an. Hier endet nun die Tour und wir insgesamt eine Strecke von 50 km zurückgelegt. Die Gäste und ich sind stolz über die Leistung und wir verabschieden uns voneinander.
Die Tour nach Putbus ist eine der schönsten Strecken die Discover Rügen in seinem Programm hat. Ich kann jedem empfehlen daran teilzunehmen. Es lohnt sich….
Geschrieben am 4. Juni 2008 in Allgemein von patrick || Keine Kommentare
“Alle ins Gold” ruft einer der Gäste und freut sich über seinen Erfolg. “Hätte nicht gedacht, dass man so schnell zielsicher wird beim Bogenschiessen.” Darauf antworte ich:”Auf der Distanz die wir hier schiessen, hast du ein gutes Trefferbild erreicht. Die Pfeile bündeln sich sehr schön in der Mitte.”
Zwei Stunden vorher. Die Göhrener Gäste betreten das Beachcamp und schauen sich schon mal um. Als sie mich erblicken kommen sie mit erwartungsvollen Gesichtern auf mich zu. “Wo sind denn die Bögen?” fragt gleich einer neugierig. “Na die bauen wir jetzt gemeinsam auf, denn auch das gehört zum Bogenschiessen dazu.” Ich gebe jedem der Teilnehmer eine Tasche und wir begeben uns in die Nähe der Zielscheiben.
Schritt für Schritt bauen alle unter meiner Anleitung die Bögen zusammen. Pfeile werden ausgeteilt und die wichtige Schutzausrüstung wird angezogen. Bruststreifschutz, Unterarmschutz und Fingerpad sind unerlässliche Utensilien beim Bogenschiessen. Nachdem die Taschen und Koffer beiseite geräumt sind, stellen wir uns erstmal auf 15 m Entfernung um die Technik zu erlernen. Interessiert hören die Gäste zu und staunen nicht schlecht als sie mitbekommen was zum Bogenschiessen alles dazu gehört. Der richtige Griff am Bogen und Sehne sind genauso wichtig wie das Aufziehen der Sehne und das Lösen des Pfeils. Viele Komponenten des Schusses muss man unter einen Hut kriegen damit der Schuss auch ins Gold geht. Diesen Schuss muss man dann immer wieder wiederholen damit man ein schön gebündeltes Trefferbild erhält.
Die Gäste setzen dies sehr gut um und nach einer Weile können wir schon ein paar Schritte zurückgehen und die Entfernung zur Scheibe vergrössern. Auch hier sind alle sehr gut und die Pfeile zischen nur so durch die Luft. “Alle ins Gold!” ruft einer der Gäste als auch er es endlich schafft seine Pfeile im Gelb zu versenken. “Gerade rechtzeitig.” schmunzel ich ihm zu, denn die Zeit des Schiessens ist fast abgelaufen. Einige sind regelrecht erschöpft vom Schiessen und andere wollen gar nicht aufhören. Trotzdem packen wir alle die Bögen wieder zusammen und die Gäste bedanken sich für die Einweisung und das Schiessen. Sie winken mir noch zu und dann bin ich wieder allein im Discover Rügen Beachcamp.
An dieser Stelle noch eine Anmerkung in eigener Sache:
Discover Rügen bedauert sehr das Scheiden von Falk Thiele, der in einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kam. Durch Falk durften wir die Feinheiten dieses Sports aus erster Hand erfahren. Als Nationaltrainer und langjähriger Bogenschütze hat er den Sport aktiv weiterentwickelt bzw. interessierte Menschen ausgebildet damit der Sport professionell vermittelt wird. Ich selber wurde von ihm ausgebildet und die Erfolge bei den Gästen, denen wir das Bogenschiessen näher bringen, geben ihm Recht. Aber es ist nicht nur der Sport der uns mit Falk verbindet. Er war auch als Freund häufig auf Rügen und wir haben viel gemeinsam unternommen und die Insel erkundet. Wir gedenken ihm in tiefer Trauer und werden das Bogenschiessen so weiterführen wie er es uns gelehrt hat.