Geschrieben am 18. Januar 2010 in Allgemein von flo || Keine Kommentare
Nach den positiven Ergebnissen der ersten drei Testfahrten im Dezember des vergangenen Jahres haben sich die Weiße Flotte, das Bundesamt für Naturschutz, das Amt für das Biosphärenreservat Südost-Rügen und die Tourismus-Agentur Discover Rügen auf den Fahrplan 2010 verständigt. Dabei wurde beschlossen, dass die Urlaubsranger ab April wieder 1 x pro Woche auf Robben-Expedition im Greifswalder Bodden gehen werden.
Vorraussetzung für die Ausfahrten ist das Einhalten eines speziellen Verhaltenskodexes, der gemeinsam von den Naturschutz-Behörden erarbeitet wird. Damit soll gewährleistet werden, dass die Tiere nicht gestört werden und eine Wiederansiedlung der Kegelrobben durch diese touristischen Fahrten nicht gefährdet wird. Auf der Robben-Expedition soll die Anzahl und das Verhalten der Kegelrobben beobachtet werden. Die Daten werden dann, gemäß des Urlaubsranger-Konzeptes von Discover Rügen, den zuständigen Behörden zur Verfügung gestellt. Auf der Expedition erfahren die Gäste von dem Biologen Florian Hoffmann faszinierendes aus der Welt der Robben. Naturfotografien bringen einem dabei den Lebensraum der Meeressäugetiere näher. Von Expertenseite wird dieses Projekt als Chance angesehen; durch die Expedition kann ein breiteres Publikum – wissenschaftlich kontrolliert – das historische Ereignis, der Rückkehr der Robben in ihren ursprünglichen Lebensraum, direkt miterleben. Die Urlaubsranger Robben-Expedition: ein nachhaltiges Natur-Tourismus Projekt für Rügen.
Die eingesetzten Schiffe der Weißen Flotte bieten bis zu 200 Passagieren Platz und sind mit Multimediatechnik ausgerüstet. Auch größere Gruppen können so auf den komfortablen Ausflugsschiffen problemlos teilnehmen. Es wird empfohlen Ferngläser mitzubringen, auf dem Schiff werden auch Ferngläser ausgeliehen. Der genaue Fahrplan wird in den nächsten Wochen erstellt und dann umgehend auf unserer Webseite www.urlaubsranger.de veröffentlicht.
Geschrieben am 5. Januar 2010 in Allgemein von flo || Keine Kommentare
Nachdem die letzten Silvesterraketen gezündet wurden wird es nun ruhiger auf der Insel. Das Thermometer zeigt Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes. Im Kamin knistert das trockene Buchenholz. Schnee über dem gesamten Mönchgut. Die ersten Buchten des Greifswalder Boddens sind zugefroren und Schlittschuhläufer wurden auf dem Zickersee gesichtet. Winter auf Rügen.
Das Discover Team wünscht ein frohes und gesundes neues Jahr.
Geschrieben am 8. Dezember 2009 in Allgemein von flo || Keine Kommentare
Aller Anfang ist schwer. Die erste öffentliche Besuchertour zu den Kegelrobben im Greifswalder Bodden, zu der am Sonnabend das Bundesamt für Naturschutz, die Urlaubsranger von Discover Rügen und die Weiße Flotte eingeladen hatten, endete mit mäßigem Erfolg. Nur wenige Gäste konnten einen kurzen Blick auf die beiden anwesenden Kegelrobben erhaschen, deren Köpfe nur für Sekunden aus dem Wasser ragten. Zudem passierte das Schiff die Untiefe bei zwei Vorbeifahrten in Abständen von 400 bis 600 Metern.
Die Tour stand von Anfang an — meteorologisch betrachtet — unter keinem guten Stern, denn die Wetterbedingungen erwiesen sich mit einem erhöhten Wasserstand, starkem Wind und Wellengang alles andere als günstig. Die Steine der Untiefe im Greifswalder Bodden, die von der allmählich in heimische Gefilde zurückkehrenden Kegelrobbe als zentrale Anlaufstelle und Ruheplatz genutzt werden, liegen nur bei Niedrigwasser teilweise im Trockenen. Bis zu 16 Tiere konnten dort in den vergangenen Monaten von Rangern des Biosphärenreservates Südost-Rügen beobachtet werden. Besonders die Kegelrobbenbullen, die eine Körperlänge von 2,3 Metern und ein Gewicht von 310 Kilogramm erreichen können, sind selbst aus gebührendem Abstand betrachtet eine beeindruckende Erscheinung.
Dass derartige Besuchertouren zu den Kegelrobben im Bodden nicht allein mit der Qualität der Beobachtungen selbst, sondern vor allen Dingen mit den Nachweisen der Tiere stehen und fallen sollen, machte Florian Hoffmann auf der Hinfahrt zu den Robbenbänken deutlich. „Das Robbenmonitoring steht im Vordergrund, denn Nachweise von Kegelrobben vor Ort in Verbindung mit den gesammelten Daten sind erklärtes Ziel unserer Arbeit. Jeder Gast erhält dafür einen speziellen Fragebogen, in den er seine eigenen Beobachtungen und Erkenntnisse eintragen kann“, weiß der Biologe von den Urlaubsrangern Discover Rügen aufzuklären.
Der Kritik von Umweltverbänden, dass es für ein öffentliches Robbenmonitoring noch zu früh sei, treten die Initiatoren der Robbenfahrten mit der weißen Flotte gelassen entgegen. Testfahrten hätten gezeigt, dass sich die Tiere von den in gebührendem Abstand zur steinernen Untiefe vorbeifahrenden Ausflugsschiffen nicht stören lassen. Im Gegenteil: manche Kegelrobben zeigen sich neugierig, schwimmen sogar auf das Wassergefährt zu.
Nach der Stralsunder Reederei will im Frühjahr kommenden Jahres ein zweites, auf Usedom ansässiges Unternehmen die Fahrten zu den Robbenbänken im Greifswalder Bodden aufnehmen.
RICO NESTMANN, 07 Dezember 2009
Geschrieben am 19. Oktober 2009 in Allgemein von flo || Keine Kommentare
Ist Naturschutz mit Tourismus vereinbar? Ja!
Das Projekt ‘Urlaubsranger’ lässt Gäste auf Rügen während ihres Urlaubs aktiv an Naturschutz-Programmen teilnehmen. Ob Pflanzenexpeditionen, Schwalbenzählungen oder Fledermaus-Monitoring: Unter fachkundiger Führung erhält der Urlaubsranger Einblick in die Methodik der wissenschaftlichen Forschung. Er hilft aktiv bei der Datenerfassung und leistet so für den regionalen Naturschutz einen wertvollen Beitrag. Und er lernt über die vielfältige Flora und Fauna der Insel, das, was Rügen so besonders und schützenswert macht.
Die Idee des Urlaubsrangers entstand in langjähriger Zusammenarbeit der Tourismusagentur Discover Rügen mit dem UNESCO Biosphärenreservat Südost-Rügen. Die Gründer von Discover Rügen sind bereits seit 1999 in der Umweltbildung tätig. Das Biosphärenreservat steht seit 1990 für den Schutz der Artenvielfalt auf der Insel. Das gemeinsame Ziel ist es, nachhaltige Konzepte für eine sinnvolle Verbindung von Tourismus und Naturschutz zu entwickeln.
Seit drei Jahren heißt es bei den Urlaubsrangern „Mission Naturschutz“, wenn sie sich auf Erkundung begeben. Der Erfolg spricht für sich: Über 400 Gäste verfolgten 2009 die nächtlichen Echoortungen der Fledermäuse. Beim Schwalben-Monitoring entdeckten insgesamt 70 Urlaubsranger fast 200 Nester der Rauch- und Mehlschwalben im Ostseebad Göhren. Die dabei erhobenen Daten wurden fachgerecht aufgezeichnet, ausgewertet und am Ende der Saison an das Amt für das UNESCO Biosphärenreservat Südost-Rügen weitergeleitet. Es sind Datenerfassungen wie diese, die Naturschutz erst möglich machen.
Auch die kommende Saison verspricht wieder spannend zu werden. In letzter Zeit wurden von Rangern immer öfter Robben gesichtet. Kehren die Kegelrobben in ihr einstiges Habitat der Rügener Gewässer zurück? Die Mission für 2010 steht bereits fest: Die Urlaubsranger gehen auf Robbenexpedition.
Geschrieben am 7. Oktober 2009 in Allgemein von patrick || Keine Kommentare
Junge Junge, was war das wieder für eine Saison? Schwuppdiwupp war der Sommer wieder schneller vorbei als man schauen kann. Jetzt färben sich die Blätter in alle möglichen Brauntöne und langsam aber sicher stehen die Herbststürme vor der Tür. Das wird wieder eine windige Zeit, aber selbst das schreckt die Gäste nicht ab uns hier auf der Insel Rügen zu besuchen, denn selbst diese stürmische Zeit hat ihre Vorzüge und weiß zu begeistern. Aber was den Sommer 2009 betrifft, kann man sagen, dass das Wetter wirklich alle Register gezogen hat. Fast durchgehend Sonne bei angenehmen Temperaturen. Das lockte unsere Gäste tagsüber an den Strand und abends und nachts in das Bar- und Kneipenleben im Osteebad Göhren. Ob nun von der Kurverwaltung ausgerichtete Konzerte auf der Bernsteinpromenade oder bei einem Cocktail in der Globetrotterbar bis hin zu lustigen Diskoabenden im Lotsen. Dieses Jahr war wirklich für jeden was dabei und wie schon gesagt, das Wetter war immer auf der Seite des Gastes.
Für die Gäste, die sich entschlossen haben einen aktiven Urlaub auf Rügen und in Göhren zu verbringen, gabs so viel zu erleben, dass man gar nicht alles schaffen kann. Wir von Discover Rügen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass unsere Gäste mal einen anderen Urlaub, als nur am Strand zu liegen, verbringen. Sport, Natur, Gesundheit, Ausflüge – all dies haben wir den Gästen angeboten und mit viel positiven Feedback können wir uns nun bald in die Winterpause verabschieden. Wir werden aber nicht in einen tiefen Winterschlaf verfallen, sondern wir werden daran arbeiten, den Gästen auch im nächsten Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm für jedermann in jeder Altersklasse anbieten zu können. Seien Sie gespannt auf den neuen Aktivplaner der jetzt schon in der Mache ist und wieder ein Highlight für jeden Göhrenurlauber sein wird. Alles auf einen Blick, was will man mehr. Kontakten Sie uns einfach wenn Sie darüber mehr wissen wollen.
Die Insel hat den großen Ansturm der Gäste gut überstanden
Sicher, es gab wieder Staus wie jedes Jahr, aber es wird dran gearbeitet, versprochen.
Aber es ist nun wirklich gut zu merken wie es immer weniger Gäste werden. Man spürt einfach die Saison zu Ende gehen und man hat das Gefühl die Insel atmet einmal kräftig durch. Ich als Rüganer bekomme sowas mit und die Insel Rügen fühlt sich wohl, wenn sie soviele Besucher anzieht. Is ja och ein schönes Fleckchen Erde. Wer nicht hier war, hat was verpasst, auch das ist versprochen. Ich meine man kann hier wirklich alles haben. Trubel in den grossen Ostseebädern, himmlische Ruhe in den ländlichen Gegenden und das in der Hauptsaison, Natur in unmittelbarer Nähe Ihrer Ferienwohnung und Sonne, Strand und Meer. Und ja verdammt nochmal die Insel ist groß!!
Sehr gross sogar, 976 km/2 haben einiges zu bieten und sind nicht an einem Tag erkundet. Probieren Sie es doch mal aus
Ich warte auf Ihren Reisebericht. Vielleicht 2010? Ich würde mich freuen
Viele Grüsse von Deutschlands grösster und selbstverständlich schönster Insel
Patrick
Geschrieben am 17. August 2009 in Allgemein von flo || Keine Kommentare
Seit Jahren ist ein deutliches Anwachsen der Schwarzwildbestände im Biosphärenreservat Südost-Rügen zu verzeichnen. Massive Wildschäden auf landwirtschaftlichen Flächen, an Hochwasserschutzdeichen und in den Ortslagen zählen zu den negativen Begleiterscheinungen. Zudem erfordert die Vermeidung von Tierseuchen (Schweinepest) ebenfalls eine Reduzierung des Schwarzwildbestandes.
Um eine effektive Bejagung und deutliche Reduzierung des Bestandes erreichen zu können, hatte der Vorsitzende des Kreisjagdverbandes Rügen beantragt, in ausgewählten Schilfröhrichten des Schutzgebietes so genannte „Schussschneisen“ anzulegen. Zunächst wurde vereinbart, dass die Jäger ihre Vorstellungen über die Anlage von „Schussschneisen“ in ausgewählten Röhrichten bis Mitte August darstellen. Die Belange des Arten- und Biotopschutzes, der FFH- und SPA-Zielstellungen sollen durch die Biosphärenreservatsverwaltung abgeprüft werden. Bei positiver Entscheidung könnten noch im Spätsommer die ersten Schneisen angelegt werden.
Die Wirksamkeit der Schussschneisen soll durch ein Monitoring begleitet werden. Die Jäger liefern dazu Auflistungen zur Anzahl der erlegten Tiere an die Biosphärenreservatsverwaltung. Derzeit geht man davon aus, dass die Schussschneisen mindestens drei Jahre unterhalten werden müssen. Die Jagd an sich erfolgt zur Minimierung von Störungen in der Zeit von November bis März eines jeden Jahres.
Quelle: Amt des Biosphärenreservates Südost-Rügen
Geschrieben am 27. Juli 2009 in Allgemein von flo || Keine Kommentare
Der Beginn dieses Sommers zeigt sich mit wechselhafter Laune. Ein Tiefausläufer folgt dem nächsten. Kalt- und Warmfront wechseln sich ab oder legen sich als Okklusion über- oder untereinander, um Sonne und Schauer im dichten Rhytmus über das Mönchgut zu fegen. Doch die Temperatur der Ostsee ist angenehm warm.
Geschrieben am 8. Juli 2009 in Allgemein von flo || Keine Kommentare
Letzten Freitag gingen wir im Rahmen der Veranstaltung “Wenn Steine erzählen könnten” mit unseren Urlaubsrangern auf Steinsuche am Nordstrand in Richtung Nordperd, als uns ein Ranger des Biosphärenreservates Südost-Rügen bat, halt zu machen. Eine junge Robbe lag erschöpft am Strand und brauchte Ruhe. Die Mutter des Tieres war nicht weit weg und hielt sich in der Ostsee auf. Natürlich haben wir halt gemacht, um dem müden Tier eine Pause zu gönnen und haben uns über den unerwarteten Besuch gefreut. Am nächsten Morgen waren die beiden wieder weitergezogen.
Geschrieben am 12. Juni 2009 in Allgemein von flo || Keine Kommentare
Im Beach Camp ist alles bereit für die kommende Saison. In dem Zelt versammeln sich Buntstifte, Farben und Spielsachen sowie Schminke und Kopftücher für die erlebnisreichen Abenteuer, die unsere kleineren Gäste erwarten. Der Barfußtastpfad hat nun ein frisch geschältes Geländer, damit wir sicher mit verbundenen Augen ertasten können, was sich dort unter unseren Füßen befindet. Und im Forscherlabor warten die Mikroskope darauf, endlich wieder Flora und Fauna der Ostseeküste zu vergrößern und die Betrachter in Staunen zu versetzen. Einige Gäste haben auch schon die ersten Pfeile in das Gold der Zielscheibe auf der Schießanlage geschossen. Also, bis bald im Beach Camp an der Göhrener Strandpromenade.
Geschrieben am 3. Juni 2009 in Allgemein von flo || Keine Kommentare
Nach einem sonnigen und warmen Frühling, umrahmt von blühenden Rapsfeldern, kommt nun langsam der Sommer an die Küste. Die Wintergäste auf unseren Bodden haben nun alle ihre Heimreise angetreten und unsere heimischen Brutvögel sind zurück und fleissig beim Nestbau. Besonders beeindruckend ist mal wieder die Flugakrobatik der Uferschwalben am Göhrener Südstrand nach ihrer Winterpause in Afrika. Auch die Fledermäuse haben ihre vor Kälte geschützten Winterquartiere verlassen und gehen wieder bei Dämmerung bei uns auf Insektenjagd. Gestern Abend konnten wir, ausgerüstet mit unserem Bat-Detektor, einige Verfolgungsaktionen hörbar machen und mit unseren Gästen die Welt der Ultraschall-Echoortung erforschen.