Göhren Veränderlich

Geschrieben am 5. November 2011 in Allgemein von otto || Keine Kommentare

Zwei Jahre ist es schon her, dass meine Schuhsolen das letzte Mal am Göhrener Asphalt genuckelt haben. Seit dem hat sich manches verändert. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt, in Göhren ist sie allerdings schon jetzt tot. Beton, das Testosteron der zeitgenössischen Bauindustrie, hat den alten Bau an der Poststraße erledigt.

Ein paar Schritte weiter in den Ort und schon schnell trifft man bekannte Gesichter, mit denen man eine tolle Zeit verbringt, als ob es nur zwei Tage der Abwesenheit waren.

Göhren veränderlich,

Göhren verändert sich….

Aber Gutes bleibt!

Südstrand

Geschrieben am 5. Oktober 2011 in Allgemein von otto || Keine Kommentare

“Wie lang liegst Du hier schon rum? Machst Du dir keine Gedanken um deine Gesundheit?” Mein Blick wandert über ihre Figur. Der ganze Körper hat sich schon gepellt. Überall sind neue Schriftzüge zu erkennen. Ich kann mich noch gut an sie erinnern. Fünf Jahre ist es schon her als wir uns das erste Mal begegnet sind. Es dauert nicht lange und mit ein paar geschickten Bewegungen habe ich sie bestiegen. Jetzt liegt sie unter mir und gibt keine Ton von sich selbst wenn ich mich vorsichtig auf ihr bewege.

Für mich gehört sie zum Göhrener Südrand
wie das Meer und der Sand
Sie, die alte Buche vom Strand.

Spätsommer

Geschrieben am 1. September 2011 in Allgemein von otto || Keine Kommentare

“Was ist passiert?” frage ich mich und reibe mir gleichzeitig die kalten Arme. Es ist noch keine drei Uhr und doch liege ich hier am Nordperd unweit des Robinson im Schatten. “Mach sofort das Licht und die Heizung an”, will man schreien und schafft es doch nicht die Sonne wieder hinter dem dunklen Buchenwald des Nordperds hervor zu scheuchen. Die Sommerzeit galoppiert unaufhaltsam in Richtung der Zimt und Puderzucker berieselten Winterzeit. Auch wenn noch Sommerferien sind, so zeigt mir das Licht doch zu deutlich, dass der Sommer nur noch ein angeschlagener Boxer im Ring ist. Wie dieser denke ich an die vergangenen Tage im Licht der Zeit. Damals, als die Sonne mich am Nordperd noch bis spät in den Nachmittag wärmte.

Es wird nicht mehr lange dauern, bis die Buchenwälder der Granitz ihr gelb-oranges Kleid anlegen und in einem farbenprächtigen Showdown die Saison beenden.

Slackline

Geschrieben am 30. August 2011 in Allgemein von otto || Keine Kommentare

Gelb und bestimmt über 10 m lang schlängelt sie sich durch das dichte Gras des Beach Camps. Einige Gäste sind heute gekommen und bleiben mit den Augen an ihr kleben wie Wespen am Honigtopf. Folgt man ihr zu einem Lindenbaum, so verändert sie ihre Gestalt und schwebt stramm wie eine Bogensehne zwischen den stoischen Linden in der spannungsschweren Strandluft. „Brrr Brrrrr“, macht es als der dicke Zeh von Anna an ihr zupft. Ihr Knurren kann uns nur am Anfang imponieren. Schnell drängen sich die Gäste, um auf ihr zu balancieren und rumzuspringen.

Am Ende sind sich alle einig, Slackline ist keine gefährliche Schlange, sondern ein toller Urlaubsspaß.

Vogelstimmen am Bodden

Geschrieben am 31. Oktober 2010 in Allgemein von Birger Buhl || 2 Kommentare

Wer dieser Tage am Wasser unterwegs ist, könnte an manchen Stellen von der Vielfalt interessanter Vogelstimmen überrascht sein. So ging es mir und zwei anderen Birdwatchern am Freitag. Denn nicht nur die Singvögel des Frühjahrs haben etwas zu bieten, sondern auch die Wasservögel, die im Herbst als Durchzügler und Gäste zu uns kommen. Da denkt man natürlich zuerst an Kraniche. Auf den Seen und Bodden Mönchguts sind sie aber nicht zu sehen. Dafür hört man schon von weitem die klangvollen Rufe der Singschwäne, die an eine Hupe erinnern. Dazwischen pfeifen die Pfeifenten und aus der Entfernung rufen die Eisenten. Dann sind da noch die Schreie der Möwen und Blessgänse, die Fluggeräusche der Höckerschwäne und das nasale Schnattern der Stockenten. Besonders gut läßt sich all das an der Kaming und am Zickersee erleben. Und wer an den Stimmen der Nichtsingvögel Geschmack gefunden hat, besorgt sich eine der umfangreicheren Vogelstimmensammlungen und hört sich vielleicht mal einige meiner Favoriten an: Eistaucher, Knäkente, Brachvogel und Schwarzspecht.

Seeadler zu Besuch am Herzogsgrab

Geschrieben am 14. Oktober 2010 in Allgemein von Birger Buhl || Keine Kommentare

Heute hatten gab es für uns bei der “Wanderung über das Mönchgut” ein besonderes Erlebnis: gerade als wir das Herzogsgrab am Littorinakliff bestaunten, war in den Bäumen in der Nähe ein Seeadler zu hören. Da war noch nichts von ihm zu sehen, es hängt einfach noch zu viel Laub an den Bäumen! Hundert Meter aus dem Wald heraus Richtung Alt Reddevitz zeigte er dann aber seine Flugkünste. Ein Blick durchs Fernglas bestätigte sofort: ein ausgewachsener Seeadler! Die breiten brettartigen Schwingen, der weiße Stoß und seine Größe sind eindeutige Merkmale. Für manche Wanderer war das heute die erste Begegnung mit unserem Wappenvogel.

Urlaubsranger 2010 auf Robben-Expedition

Geschrieben am 18. Januar 2010 in Allgemein von flo || Keine Kommentare

Nach den positiven Ergebnissen der ersten drei Testfahrten im Dezember des vergangenen Jahres haben sich die Weiße Flotte, das Bundesamt für Naturschutz, das Amt für das Biosphärenreservat Südost-Rügen und die Tourismus-Agentur Discover Rügen  auf den Fahrplan 2010 verständigt. Dabei wurde beschlossen, dass die Urlaubsranger ab April wieder 1 x pro Woche auf Robben-Expedition im Greifswalder Bodden gehen werden.

Vorraussetzung für die Ausfahrten ist das Einhalten eines speziellen Verhaltenskodexes, der gemeinsam von den Naturschutz-Behörden erarbeitet  wird. Damit soll gewährleistet werden, dass die Tiere nicht gestört werden und eine Wiederansiedlung der Kegelrobben durch diese touristischen Fahrten nicht gefährdet wird. Auf der Robben-Expedition soll die Anzahl und das Verhalten der Kegelrobben beobachtet werden. Die Daten werden dann, gemäß des Urlaubsranger-Konzeptes von Discover Rügen, den zuständigen Behörden zur Verfügung gestellt. Auf der Expedition erfahren die Gäste von dem Biologen Florian Hoffmann faszinierendes aus der Welt der Robben. Naturfotografien bringen einem dabei den Lebensraum der Meeressäugetiere näher. Von Expertenseite wird dieses Projekt als Chance angesehen; durch die Expedition kann ein breiteres Publikum – wissenschaftlich kontrolliert – das historische Ereignis, der Rückkehr der Robben in ihren ursprünglichen Lebensraum, direkt miterleben. Die Urlaubsranger Robben-Expedition: ein nachhaltiges Natur-Tourismus Projekt für Rügen.

Die eingesetzten Schiffe der Weißen Flotte bieten bis zu 200 Passagieren Platz und sind mit Multimediatechnik ausgerüstet. Auch größere Gruppen können so auf den komfortablen Ausflugsschiffen problemlos teilnehmen. Es wird empfohlen Ferngläser mitzubringen, auf dem Schiff werden auch Ferngläser ausgeliehen. Der genaue Fahrplan wird in den nächsten Wochen erstellt und dann umgehend auf unserer Webseite www.urlaubsranger.de veröffentlicht.

Wintereinbruch auf der Insel

Geschrieben am 5. Januar 2010 in Allgemein von flo || Keine Kommentare

Nachdem die letzten Silvesterraketen gezündet wurden wird es nun ruhiger auf der Insel. Das Thermometer zeigt Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes. Im Kamin knistert das trockene Buchenholz. Schnee über dem gesamten Mönchgut. Die ersten Buchten des Greifswalder Boddens  sind zugefroren und  Schlittschuhläufer wurden auf dem Zickersee gesichtet. Winter auf Rügen.

Das Discover Team wünscht ein frohes und gesundes neues Jahr.

Ostsee-Zeitung: Robben-Duo im Greifswalder Bodden gesichtet

Geschrieben am 8. Dezember 2009 in Allgemein von flo || Keine Kommentare

Aller Anfang ist schwer. Die erste öffentliche Besuchertour zu den Kegelrobben im Greifswalder Bodden, zu der am Sonnabend das Bundesamt für Naturschutz, die Urlaubsranger von Discover Rügen und die Weiße Flotte eingeladen hatten, endete mit mäßigem Erfolg. Nur wenige Gäste konnten einen kurzen Blick auf die beiden anwesenden Kegelrobben erhaschen, deren Köpfe nur für Sekunden aus dem Wasser ragten. Zudem passierte das Schiff die Untiefe bei zwei Vorbeifahrten in Abständen von 400 bis 600 Metern.

Die Tour stand von Anfang an — meteorologisch betrachtet — unter keinem guten Stern, denn die Wetterbedingungen erwiesen sich mit einem erhöhten Wasserstand, starkem Wind und Wellengang alles andere als günstig. Die Steine der Untiefe im Greifswalder Bodden, die von der allmählich in heimische Gefilde zurückkehrenden Kegelrobbe als zentrale Anlaufstelle und Ruheplatz genutzt werden, liegen nur bei Niedrigwasser teilweise im Trockenen. Bis zu 16 Tiere konnten dort in den vergangenen Monaten von Rangern des Biosphärenreservates Südost-Rügen beobachtet werden. Besonders die Kegelrobbenbullen, die eine Körperlänge von 2,3 Metern und ein Gewicht von 310 Kilogramm erreichen können, sind selbst aus gebührendem Abstand betrachtet eine beeindruckende Erscheinung.

Dass derartige Besuchertouren zu den Kegelrobben im Bodden nicht allein mit der Qualität der Beobachtungen selbst, sondern vor allen Dingen mit den Nachweisen der Tiere stehen und fallen sollen, machte Florian Hoffmann auf der Hinfahrt zu den Robbenbänken deutlich. „Das Robbenmonitoring steht im Vordergrund, denn Nachweise von Kegelrobben vor Ort in Verbindung mit den gesammelten Daten sind erklärtes Ziel unserer Arbeit. Jeder Gast erhält dafür einen speziellen Fragebogen, in den er seine eigenen Beobachtungen und Erkenntnisse eintragen kann“, weiß der Biologe von den Urlaubsrangern Discover Rügen aufzuklären.

Der Kritik von Umweltverbänden, dass es für ein öffentliches Robbenmonitoring noch zu früh sei, treten die Initiatoren der Robbenfahrten mit der weißen Flotte gelassen entgegen. Testfahrten hätten gezeigt, dass sich die Tiere von den in gebührendem Abstand zur steinernen Untiefe vorbeifahrenden Ausflugsschiffen nicht stören lassen. Im Gegenteil: manche Kegelrobben zeigen sich neugierig, schwimmen sogar auf das Wassergefährt zu.

Nach der Stralsunder Reederei will im Frühjahr kommenden Jahres ein zweites, auf Usedom ansässiges Unternehmen die Fahrten zu den Robbenbänken im Greifswalder Bodden aufnehmen.

RICO NESTMANN, 07 Dezember 2009

Abenteuer Naturschutz – Die Urlaubsranger auf Rügen

Geschrieben am 19. Oktober 2009 in Allgemein von flo || Keine Kommentare

Ist Naturschutz mit Tourismus vereinbar? Ja!

Das Projekt ‘Urlaubsranger’ lässt Gäste auf Rügen während ihres Urlaubs aktiv an Naturschutz-Programmen teilnehmen. Ob Pflanzenexpeditionen, Schwalbenzählungen oder Fledermaus-Monitoring: Unter fachkundiger Führung erhält der Urlaubsranger Einblick in die Methodik der wissenschaftlichen Forschung. Er hilft aktiv bei der Datenerfassung und leistet so für den regionalen Naturschutz einen wertvollen Beitrag. Und er lernt über die vielfältige Flora und Fauna der Insel, das, was Rügen so besonders und schützenswert macht.

Die Idee des Urlaubsrangers entstand in langjähriger Zusammenarbeit der Tourismusagentur Discover Rügen mit dem UNESCO Biosphärenreservat Südost-Rügen. Die Gründer von Discover Rügen sind bereits seit 1999 in der Umweltbildung tätig. Das Biosphärenreservat steht seit 1990 für den Schutz der Artenvielfalt auf der Insel. Das gemeinsame Ziel ist es, nachhaltige Konzepte für eine sinnvolle Verbindung von Tourismus und Naturschutz zu entwickeln.

Seit drei Jahren heißt es bei den Urlaubsrangern „Mission Naturschutz“, wenn sie sich auf Erkundung begeben. Der Erfolg spricht für sich: Über 400 Gäste verfolgten 2009 die nächtlichen Echoortungen der Fledermäuse. Beim Schwalben-Monitoring entdeckten insgesamt 70 Urlaubsranger fast 200 Nester der Rauch- und Mehlschwalben im Ostseebad Göhren. Die dabei erhobenen Daten wurden fachgerecht aufgezeichnet, ausgewertet und am Ende der Saison an das Amt für das UNESCO Biosphärenreservat Südost-Rügen weitergeleitet. Es sind Datenerfassungen wie diese, die Naturschutz erst möglich machen.

Auch die kommende Saison verspricht wieder spannend zu werden. In letzter Zeit wurden von Rangern immer öfter Robben gesichtet. Kehren die Kegelrobben in ihr einstiges Habitat der Rügener Gewässer zurück? Die Mission für 2010 steht bereits fest: Die Urlaubsranger gehen auf Robbenexpedition.

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